SCHMERZ
in der SCHULTER
chronischer Schmerz in der Schulter
Oftmals verwendet der Laie den Begriff Schmerz in der Schulter als Abkürzung für eine Schmerz im Schul tergelenk. Sehr viel häufiger gehen Schmerzen aber von den Schulterneben gelenke n aus:
Akromioklavikulargelenk (= Gelenk zwischen dem platten Ausläufer der Sch ulter blattgräte, die sog. Sch ulter höhe und dem Schlüsselbein)
Akromiohumeralgelenk (= Gelenk zwischen dem platten Ausläufer der Schulterblattgräte, die sog. Schulterhöhe und dem Oberarm knochen))
Auch eine Affektion (= Erkrankung, Störung) der sog. periartikulären (= um das Gelenk herum) Weichteile n kann zu einem Schmerz in der Schulter führen.
Die wichtigsten bzw. häufigsten Ursachen für einen Schmerz in der Schulter sind (zum Aufrufen einfach anklicken):
Periarthritis humeroscapularis (Impingement-Syndrom, Supraspinatussehnensyndrom oder Schultersteife)
die Gelenkkapsel betreffend (Frozen shoulder)
Vom Schul tergelenk ausgehend aufgrund entzündlicher (rheumatischer) Störungen, z.B. Schultergelenkentzündung (Omarthritis)
degenerative (= abnutzungsbedingte) Veränderungen (Omarthrose),
als Projektionsschmerz bei einem mittleren Halswirbelsäulensyndrom
Zu den einzelnen Schmerzkrankheiten:
Periarthritis humeroskapularis: So werden verschiedene schmerzhafte
Krankheitszeichen in der Umgebung des Schul
tergelenks bezeichnet und dann als Schmerz in der Schulter empfunden, so z.B. Affektionen (= Störungen)
des Akromiohumeralgelenkes (= Gelenk
zwischen dem
Oberarm
knochen und einem Ausläufer des Schulterblatts)
oder Störungen im Bereich der sog.
Rotatorenmanschetten
(=
Oberarm
muskulatur die die Schultergel
enke
umhüllen). Häufig liegen
Tendinosen
(=
Sehnenentzündungen)
vor, besonders im Bereich der
Sehne
des M. supraspinatus. Verkalkungen lassen
sich röntgenologisch nachweisen. Typischerweise treten
Sch
merzen
oder eine
deutliche Schmerzverstärkung beim Versuch, den
Arm
zu heben, auf.
Neuerdings wird die Periar thritis
humerosca pularis auch als
Subakromialsyndrom (Subacromialsyndrom)
bezeichnet.
Der Schultersteife (auch
als
steife Schul
ter
bezeichnet) liegt
eine Proliferation (=
Vermehrung von Gewebe durch Wucherung oder Sprossung, meist im Rahmen einer
En
tzündung) und Verklebung des Gleitgewebes zwischen
dem Gelenkkopf des Oberarmknochens und dem Schulterdach zugrunde. Ursächlich
sind wiederholte Reizungen / En
tzündungen der Bursa
(=
Schleimbeu
tel) subacromialis
(= unter dem platten Ausläufer der Schulterblattgräte, dem Dach des Schulterge
lenks
gelegen) sowie der Sehnenansätze der Rotatoren (=
Oberarmdrehmuskeln).
Die Patienten klagen über einen
Schmerz in der Schulter in Form einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung
(Bewegungsschmerzen).
Neuerdings wird die Periar thritis
humerosca pularis auch als
Subakromialsyndrom (Subacromialsyndrom)
bezeichnet.
Beim
Impingementsyndrom,
ein sog.
Engpaß-Syndrom (= Krankheitszeichen bei
einer Einengung), haben die
Sehnen der
Muskeln, die das Schul tergelenk bewegen, zu wenig Platz. Ihr Gleitraum ist durch
Knochenvorsprünge und eine Vielzahl von
Sehnen im Bereich unterhalb der
Schulterhöhe eingeschränkt. Aufgrund der Enge führen an sich wenig belastende
Faktoren rasch dazu, daß die
Sehn
en aneinander oder an den
Knochen reiben und
sich entzünden, teilweise unter Einbezug des Schleimbeutels. Fast immer
vorhandene Durchblutungsstörungen begünstigen die Entzündungsreaktion.
Typisches
Anzeichen ist ein Schmerz in der Schulter, der vor allem nachts sowie beim Anheben des
Armes auftritt.
Beim
Supraspinatussehnensyndrom führen degenerative und entzündliche
Veränderungen, die sich schließlich auch zunehmend gegenseitig verstärken, so zu
phasenweise aktualisierten Reizzuständen der
Sehne, ggf. auch umliegender
Strukturen wie der
Schleimbeutel.
Die sog.
Frozen
shoulder
tritt meist bei älteren Erwachsenen
auf. Es liegt eine unspezifische Entzündung
der
Schul
tergelenk
kapsel vor, durch die die Kapsel
allmählich schrumpft und zu einer
Bewegung
seinschränkung führen
kann.
Häufig tritt die Frozen s houlder als Folge einer Ruhigstellung bei einem
Schul
ter-
Arm
-Syndrom, einer
Zervikobrachialgie
oder einer
Periarthritis humeroscapularis (Periarthropathia
humeroscapularis) auf.
Die Symptome (= Krankheitszeichen) einer Omarthritis sind meist bzw. fast immer Schul terschmerz en, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegungseinschränkung des Schul tergelenks. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen), Gelenkerguß (= in das Gelenkinnere abgesonderte Flüssigkeit) oder zur Eiteransammlung (Gelenkempyem) im Gelenk kommen. Im Verlauf einer chronischen Gelenkentzündung (= über einen längeren Zeitraum bestehenden Gelenkentzündung) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelen kes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (= die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (Verkürzungen bestimmter das Gelen k umgebender Weichteilstrukturen, die zu einer Bewegung seinschränkung des Gelen kes führen) und Ankylosen (= Gelen kversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de).
Die Omarthrose (gilt auch für andere Arthrosen) ist eine vorwiegend degenerative (= abnutzungsbedingte) Gelenkerkrankung, hauptsächlich des Gelenkknorpels, die (mit großen Schwankungen) erst mit zunehmendem Alter auftritt. Es bestehen chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenk veränderungen infolge eines Mißverhältnisses zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels. Die Arthrose als Ursache für eine Schmerz in der Schulter spielt allerdings eine untergeordnete Rolle, da das Schul tergelenk weitaus weniger belastet wird, als die großen Gelenke im Bereich der unteren Körperhälfte (Hüft- und Kniegelenk e). Verletzungen und gelenk destruierende (= gelenkzerstörende) Krankheiten sind deshalb hier eher seltener.
Mittleres
Hals
wirbelsyäulensyndrom
(HWS-Syndrom):
Im Rahmen einer Störung im Bereich der mittleren
Halswirbelsäule
(www.hws-syndrom.schmerzklinik.com)
kann es auch zu
Schul terschmerzen kommen, meist aber mit
Sch
merzen im Bereich der Halswirbel 3,
4 u. 5 vergesellschaftet.
Bei einem radikulären Syndrom
(= Krankheitszeichen infolge einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung)
treten Störungen der
Nerven
funktion in Form von herabgesetzter Empfindung und/oder Lähmungen von
Schulterblattmuskeln (z.B. M. levator scapulae) auf.
Schul
ter-Ha
nd-Syndrom:
Nicht selten
geht ein
Schmerz von einzelnen
Gelenke
n in der Schul
ter
-
Arm -Region aus und
strahlt dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den
primären
Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988).
Typischerweise besteht ein
Ruheschmerz mit
Schmerz
verstärkung bei Belastung.
Manchmal treten begleitend vegetative Krankheitszeichen wie Kälte, Zyanose (= bläuliche Verfärbung der Haut)
oder Schwitzen auf, so daß die Unterscheidung von einer
Sudeck-Dystrophie
(Morbus
Sudeck)
schwer fällt, besonders wenn Gewebsatrophien
(= Gewebsschwund)
vorhanden sind. Wenn die Zyanose im Vordergrund steht, ist auch an die Raynaud-Krankheit
(Morbus
Raynaud)
zu denken.
Der Vollständigkeit halber
sind noch zu erwähnen: Läsionen (meist Gewebszerreißungen) der
Rotatorenmanschette ((=die aus den Oberarmdrehmuskeln
(Musculi subscapularis, supra- u. infraspinatus, teres major et minor) bestehende Muskelmanschette des Schul tergelenkes)),
Tendinitis
(=
Sehnenetzündung)
des M. biceps brachii,
Tendinitis calcarea
(Tendinosis
calcarea)
(=
Sehnenetzündung
mit Verkalkung)
im
Schul
terbereich und eine
Bursitis
(=
Schleimbeutelentzündung)
im Schul
ter
bereich.
Differentialdiagnostisch (= was sonst noch an Erkrankungen
bzw. Schmerzursache in Frage kommt) muß immer der Tatsache Rechnung
getragen werde, daß ein Schul
terschmerz nicht unbedingt auch in der Schul
terregion
entstehen muß, denn es kann sich dabei auch um einen sog.
Übertragungsschmerz
handeln. So können Affektionen (= Störungen, Erkrankungen)
des Herzens zu einem linksseitigen
Schmerz
in der Schul terregion
führen, während Affektionen von Leber, Galle oder oberer
Verdauungstrakt rechtsseitige Schul
terschmerzen bewirken können. Die Behandlung dieser
Sch
merzen erfolgt
dann natürlich entsprechend dem Grundleiden.
Wichtig ist deshalb eine genaue
Abfrage der Symptome (= Krankheitszeichen). Nehmen z.B.
die
Sch
merzen bei Bewegung/Belastung der Schul
ter deutlich zu, so entstehen die
Sch
merzen in aller Regel auch in der
Schul terregion, vor allem, wenn noch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung
hinzukommt. Bewegungs- bzw. belastungsunabhängige
Sch
merzen deuten dagegen
ziemlich sicher auf die sog.
Übertragungsschmerzen
(übertragener
Schmerz, engl.
Referred pain)
hin, so daß unbedingt eine eingehende internistische Dignostik erforderlich ist.
Schmerztherapie
Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die
Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung (Orthopädie, Chirurgie) weiterhin
ein
Schmerz in der Schulter, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden
gefragt sind. Oft sind diese bei
verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem
Schmerz
und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Länger bestehende,
chronische
Sch
merzen erfordert praktisch immer eine
Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in
spezialisierten Zentren (Schmerzkliniken) angeboten werden können. Bei
einem
Schmerz in der Schulter sind
dies:
Information über die Erkrankung
Medikamentöse Schmerzbehandlung (u.a. Schmerzmittel, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch zur Schmerzdistanzierung, evtl. als Infusionen, individuell ausgetestet)
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden) und/oder Hochtontherapie
Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
Physiotherapie (Krankengymnastik und Anwendungen)
Medikamentöse
Schmerzbehandlung
Akut (= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B.
Mobec®.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren schmerzhaften
Muskel
verspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Schmerzzustände nur
mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®
oder auch Morphin)
(= im Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen
Sch
merzen hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte
Cortison-Einspritzungen hilfreich.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
Bei einem anhaltenden Schmerz, unabhängig von den Ursachen, sollten
rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs-
oder Suchtpotential, ist die therapeutische Lokalanästhesie mit einem langwirkenden
örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen
Betäubungen und Nervenblockaden. Dabei wird das Schul tergelenk wiederholt (stationär
bei uns zwei mal täglich) großzügig perikapsulär
(= um die Gelenkkapsel herum)
infiltriert.
Das
Gelenk
kann auch mit "Zeel" umspritzt werden, was
manchen Patienten mit "homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt.
Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Infiltration von Triggerpunkten
(= kleine Reizzonen hpts. in der
Muskulatur)
im
Schul
terbereich nach vorheriger Identifizierung derselben.
Als nächst höhere
Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des Nervus suprascapularis in der Incisura
suprascapularis (= kleine Kerbe am
Oberrand des Schulterblattes) in
Frage. Über diesen Nerv werden die Schmerzempfindungen aus dem
Schul
terbereich
fortgeleitet.
Bei einem hartnäckigen und heftigen Schmerz in der Schulter hat sich die sog.
kontinuierliche, retrograd hohe Betäubung des
P
lexus
brachial
is
(= Armnervengeflecht) mit Katheter
sehr bewährt.
Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe
der Achselhöhle in die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und
innerhalb derselben noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt
durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“
werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach
Abklingen der vorangegangenen Dosis, das
örtliche Betäubungsmittel völlig
schmerzlos nachgespritzt.
Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach
wird der Oberar
m mit einer Manschette abgestaut, so daß die
Betäubungsmittellösung innerhalb der Nervenscheide nach oben getrieben wird und
so auch im
Schul
terbereich schmerzlindernd wirken kann.
Bei einem Schmerz in der Schulter kann auch die kontinuierliche, interskalenäre (=
zwischen
Muskeln im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des
P
lexus
brachial
is durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem
etwas größeren Risiko behaftet.
Das örtliche
Betäubungsmittel wird bei dieser
Schmerzbehandlung so dosiert, dass die grobe Kraft
erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung),
damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen
Nerven betroffen sind
(Sympathikolyse), woraus im
behandelten Körperbereich eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese
Behandlungsmethode besonders bei
Sch
merzen, die durch entzündliche oder auch
degenerative (= abnutzungsbedingte)
Prozesse entstanden sind, hilfreich ist, weil
sie diesen Schmerzusachen kausal (= ursächlich)
entgegenwirkt.
Gleiches gilt für auch
Sch
merzen
im Rahmen einer
Nervenerkrankung, da eine
verbesserte Durchblutung auch den Nervenzellstoffwechsel optimiert. Nach
neueren Erkenntnissen vermag eine solche intensive Blockadebehandlung auch
das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen.
Physikalische Therapie
Auch eine Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die
transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat
den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die
Elektroden werden paarig über dem Gelen
k aufgeklebt. Durch Veränderung der
Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden. Auch eine sog.
Hochtontherapie
kann sehr hilfreich sein.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerzbereich.
Manche Patienten mit
einem
Schul terschmerz empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen
(Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen Schmerz
lindern.
Die Verordnung von Massagen ist auch bei Schul
terschmerz en
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber
unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen
Kosten.
Nahezu unverzichtbar ist aber die
heilgymnastische Therapie, da meist nur diese geeignet ist, Gelenkfunktionen
zu fördern bzw. zu erhalten.
Auch eine
Magnetfeldtherapie
(pulsierende
Signaltherapie) soll anhaltend schmerzlindernd wirken.
Andere Therapiemaßnahmen
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur zur Behandlung chronischer
Sch
merzen
nicht unerwähnt
bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen der
psychologischen
Schmerztherapie eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie. Bei chronischen
Sch
merzen ist auch ein
Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.
Die invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerz-therapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.
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Aktualisiert: 7.11.2006
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R
Rachenschmerzen,
Radikuläres Syndrom,
Radikulitis,
Radikulopathie,
Radikulalgie,
Rastlose Beine (http://www.rastlose-beine.de), Referred pain,
Rectumamputation,
Restless-leg-Syndrom (http://www.restless-leg-syndrom.eu), Reizkolon
(www.reizkolon.com),
Rheumaschmerz (www.rheumaschmerz.com),
Rippenschmerz,
Rückenschmerz (www.xn--rckenschmerz-dlb.com)(1),
Rückenschmerz (www.xn--rckenschmerz-dlb.com/rueckenschmerz)(2),
Rückenschmerz (3),
Rücken-Schmerz-Behandlung,
Rückenschmerzen (www.rueckenschmerzen.li)(1),
Rückenschmerzen
(www.dauerschmerzen.de/rueckenschmerzen)(2),
ruheloses Bein,
Rundrücken (www.xn--rundrcken-u9a.de),
Ruheschmerz
S
Sausen in den Ohren,
Schambeinschmerz,
Schläfenkopfschmerz,
Schienbeinschmerzen,
schiefer Hals (www.schiefer-hals.de),
Schläfenschmerzen,
Scheidenschmerzen,
Schleimbeutelentzündungen,
Schleimbeutelerkrankung,
Schleudertrauma (www.schleudertrauma.li),
Schmerz (www.1-schmerz.de)
(1),
Schmerz (2),
Schmerz-chronischer,
Schmerz-neuropathischer,
Sehnenerkrankungen,
Sehnenleiden,
Sehnenscheidenentzündung,
Sehnenschmerzen,
sekundärer Gesichtsschmerz,
sekundärer Kopfschmerz,
Somatischer
Schmerz,
Spermaticus-Neuralgie,
Spondylosis deformans,
Spontanschmerz,
Sprunggelenkschmerzen,
Steißbein,
Steißbeinschmerz,
Stirnkopfschmerz,
Stirnschmerzen,
Störung der Durchblutung,
Stumpfschmerzen,
subakromiales Syndrom,
Supinator-Syndrom,
Symphysenschmerz,
symptomatischer Gesichsschmerz,
symptomatischer Kopfschmerz,
T
Talalgie,
Tendinopathie,
Tendinitiden,
Tendinosen,
Tendomyopathien,
Tendosynovialitis,
Thoraxschmerz,
Torticollis (www.torticollis.at),
Trigeminusschmerz,
Tumorleiden,
Tumorpatienten, Tumorschmerzen,
Tunnelsyndrom,
U
Überlastungssyndrom,
Übertragungsschmerz,
Unterbauchschmerz,
Unterkieferschmerzen,
Unterleibsschmerz,
Unterleibschmerzen,
Unterkiefer-Schmerz
V
Vaskulärer
Kopfschmerz,
Vasomotorischer Kopfschmerz,
Venenschmerz (www.venen-schmerz.de),
Venenentzündung (www.venenentzuendung.org),
venöse
Durchblutungsstörungen,
Verschlußkrankheiten,
vertebragener Schmerz,
Vertebralsyndrome,
Virale Arthritis,
Viszeraler Schmerz,
Visceraler Schmerz, Vorfußschmerzen,
Vulvodynie,
W
Wadenschmerz,
Wangenschmerzen,
Weichteilrheuma,
Weichteilrheuma,
chronischer
Weichteilschmerz,
Wirbelsäulenerkrankung (www.wirbelsaeulenerkrankung.com),
Wirbelsäulenschmerz,
Wirbelsäulensyndrome,
Wirbelsäulenverkrümmung,
WS-Schmerz,
Wurzelentzündungen,
Wurzelkompressionssyndrom,
Wurzelneuritis,
Wurzelreizsyndrome,
Wurzelsyndrome,
Z
Zahnschmerz,
Zeckenstich (www.zeckenstich.com),
Zeckeninfektionen,
zentraler Schmerz,
Zeckenkrankheiten (http://www.zeckenkrankheiten.net),
Zephalgien,
Zervikogener Schmerz,
Zervikozephales Syndrom,
Zoster-Infektion,
Zosterschmerzen,
Zungenschmerz,
Zystalgie,
Zystitis (www.zystitis.net),
Zungenschmerz
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